...welche Weingläser sollen wir denn nun benutzen?


Wenn ich bedenke, wie viele verschiedene Meinungen und Vorschriften ich im Netz finde, dann machen anscheinend alle alles falsch.

Ich denke Grundregeln bzgl. des Weinglases sollte man beachten und alles andere ist sowieso Geschmacksache.

Wein trinkt man mit Sti(e)l.

Ich persönlich finde Weingläser mit längerem Stiel von Vornherein schon mal einfach besser und auch schöner. Je länger der Stiel, desto besser, denn ein Weinglas sollte nicht am Kelch umfasst werden, denn erstens hinterlässt es am Stiel keine fettigen Fingerabdrücke und zweitens wird die Weintemperatur durch Handwärme nicht beeinflusst. Übrigens ist dieses auch immer mein Aufreger, wenn die Bedienung in Lokalitäten den Wein am Kelch fassend servieren. Achtet mal da drauf und weist den/diejenigen darauf hin. Ist schließlich auch ein hygienischer Aspekt.

Ein Weinglas sollte grundsätzlich farblos und klar sein, ein Kristallschliff kann die Beurteilung der Farbbrillanz beeinträchtigen, sagt der Fachmann/frau.  Das sind wirklich schon fachliche Äußerungen. Allerdings sage ich auch hierzu gerne o.k., denn durch farbige Gläser siehst du doch nicht die wahnsinnige Farbbrillanz des Weines.

Der Kelch sollte sich nach oben auch verjüngen und dünnwandig sein, um so genügend Platz für den Wein zu schaffen.

Hat man ordentliche Gläser, reicht normalerweise eine Form für alle Weine. Für den guten roten Tropfen sollte man allerdings doch ein größeres Glas benutzen. Lasst diesem Wein seine Ausbreitung im Glas.

Ob man es glaubt oder nicht, Wein ist sensibel, und sein Geschmack verändert sich, sobald man ihn aus einem anderen Glas trinkt. Die Wahrnehmung von Frucht, Säure, Tannin und Alkohol wird tatsächlich beeinflusst. Probiert es ruhig mal mit Freunden aus. Die Unterschiede sind verblüffend. Wichtig für den Geschmack sind Glasstärke, Größe und Form des Kelches, vor allem aber sein Rand. Diese vier Faktoren entscheiden, in welcher Menge und Intensität der gute Tropfen auf die Zunge und deren Geschmackszonen trifft.

Trotzdem sage ich: Ein guter „Easy Drinking“ Wein, schmeckt auch aus einem Universal Weinglas und wie gesagt, gute Tropfen sollten ihren eigenen Platz bekommen.

Ein perfektes Glas enthüllt die Ausgewogenheit und das harmonische Verhältnis der einzelnen Weinbestandteile zueinander. Als Faustregel gilt: Je größer und dünnwandiger ein Glas ist, desto besser kommen die Aromen und der Geschmack zur Geltung. Durch vorsichtiges Schwenken erhöht sich die Verdunstungsoberfläche, die Aromenmoleküle können besser aufsteigen und damit von der Nase intensiver wahrgenommen werden.

Eines ist aber ganz klar: Ein schlechter Wein schmeckt definitiv nicht besser, wenn er aus einem hochwertigem Glas getrunken wird. Wer das glaubt, naja, der blendet sich selbst.

Hier mal meine Favoriten, die sich vom Preis mega unterscheiden. Ratet mal welche Serie.