Rheingau und Balthasar Ress

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Der Rheingau gehört mit einer Rebfläche von rund 3000 Hektar zu den kleinsten aber bedeutendsten Anbaugebieten Deutschlands. Seine gebietliche Geschlossenheit, die unbestreitbare Qualität seiner Weine, der konsequente Anbau hochwertiger Rebsorten, die Beständigkeit im Streben nach bestmöglichen Qualitäten, seine Landschaft und Gastlichkeit sowie seine große Tradition geben diesem Gebiet eine Sonderstellung. 

Die Familie Ress ist eine alteingesessene Familie in Hattenheim. Sie war über Generationen hinweg Metzger. Bis heute noch existiert die "Metzgerei Ress". 1870 gründete Balthasar Ress, der selbst Metzger war, den Gasthof Ress in der Hauptstraße in Hattenheim und legte damit den Grundstein nicht nur für eine lange gastronomische Tradition, sondern auch für das Weingut und den Handel. In den 80iger Jahren des 19. Jahrhunderts kaufte er dann aus einer Konkursmasse das Anwesen in der Rheinallee 1, das heutige "Kronenschlösschen" und eröffnete dort im Jahr 1894 das Hotel Ress. Ein Hotel, das fast 100 Jahre unter der Leitung der Familie Ress die gastronomische Landschaft im Rheingau entscheidend mitgeprägt hat. Mit dem Beginn der gastronomischen Tätigkeiten 1870 gab es auch die ersten eigenen Weine, genannt "Von Unserm". Eine Marke, die auch heute noch im Weingut Balthasar Ress für den wichtigsten Gutswein verwendet wird.

Nach dem Ersten Weltkrieg hat sich aus der gastronomischen Tätigkeit heraus auch ein Weinhandel entwickelt. Bereits 1919 wurden die benachbarten Keller des Wachendorffschen Anwesen angepachtet und 1923 erwarb Carl Ress, einer der Söhne von Balthasar Ress, das Heimes'sche Anwesen in der Hauptstraße und in der Rheinallee. Valentin Heimes (1741 - 1806) war Weihbischof von Mainz, ein standhafter Vertreter der deutschen Kirchenfreiheit und kein großer Freund der römischen Kurie. Er verbrachte seinen Lebensabend in dem Anwesen in Hattenheim. Carl Ress baute den gesamten Komplex zu einer stattlichen Kellerei aus. Heute ist dieses Anwesen das "alte Gutshaus". 

Das Hotel Ress, sowie die Kellerei Carl Ress vermarkteten schon immer hauptsächlich Weine von bekannten VDP Gütern. So wurde beispielsweise viele Jahre lang die gesamte Ernte des Weingutes "Freiherr Langwerth von Simmern" exklusiv gefüllt und verkauft. 1947 gründete Carl Ress schließlich die "Balthasar Ress KG - Weingutsbesitzer, Weinkellerei, Hotel Ress". Da Carl Ress selbst kinderlos war, machte er drei seiner Neffen zu Kommanditisten. Die anderen Söhne des Balthasar Ress - er hatte sieben Kinder - hatten zu dieser Zeit längst eigene Unternehmungen. So gehörten die Gastronomie des Kloster Eberbachs, eine Buslinie und die Agentur der Köln-Düsseldorfer zu den Ress'schen Familienunternehmungen.

1947 hatte das Weingut knapp drei Hektar Weinberge. Darunter den "Oestricher Doosberg", der auch heute noch bewirtschaftet wird. Ende der 40-Jahre übernahm die Balthasar Ress KG aber mehr und mehr Weinbergsflächen. Unter Anderem konnten die Baron von Frentz'schen Weinberge übernommen werden. Dazu gehörte das sogenannte "Stellwerk", eine Parzelle im Hattenheimer Engelmannsberg, die ebenfalls heute noch im Besitz des Weingutes ist. In diesen Jahren übernahm Paul Ress, einer der Neffen von Carl Ress, mehr und mehr Verantwortung im Unternehmen. Er heiratete Gertrud Breuer und man zog in das ehemalige Hotel Schwan in Lorch. Ein bis zum Ersten Weltkrieg bedeutendes Hotel, in dem der letzte deutsche Kaiser regelmäßig abstieg.

1950 wurde dann schließlich das Weingut Wilhelm Hess in Rüdesheim übernommen. Somit wurde nicht nur das Lagenportfolio des Weingutes um den heutigen Rüdesheimer Berg Rottland, den Bischofsberg und den Rüdesheimer Berg Schlossberg erweitert, sondern auch das "Weinhaus Engel" in der weltberühmten Drosselgasse übernommen. 1957 konnte die bedeutende Exportkellerei "Hasensprung - Joachim Bäumer" übernommen und so der Grundstein für die starken internationalen Aktivitäten der Balthasar Ress KG gelegt werden.

1963 stieg Stefan Ress, der älteste Sohn von Paul Ress, als Kommanditist in das Unternehmen ein. Obgleich noch jung an Jahren, ließ ihm sein Vater viele Freiheiten und so gelang es ihm in einer beinahe spektakulären Auktion im Jahre 1968 1,2 Hektar des weltberühmten Hattenheimer Nussbrunnen zu ersteigern. Der Pachtpreis für diesen Weinberg betrug damals um die 18 Mark pro Rute (25 Quadratmeter). Ein extrem hoher Preis für damalige Verhältnisse. Hier produzierte dann das Weingut im Jahr 1971 seine allererste Trockenbeerenauslese.

Im Jahr 1976, nach dem Tod von Carl Ress, wurde die alte Balthasar Ress KG im Rahmen der Erbauseinandersetzungen strategisch völlig neu aufgestellt. Für alle Export- und Kellereigeschäfte wurde die Stefan B. Ress KG gegründet, die Balthasar Ress KG wurde zum reinen Weingut weiter ausgebaut. 1978 konnte aus der Konkursmasse vom Weingut Jakob Horz der Geisenheimer Kläuserweg und die Flächen von Schloss Reichartshausen übernommen werden. Somit kamen nicht nur einfach sieben Hektar neue Weinberge zum Weingut hinzu, sondern auch die Monopollage "Schloss Reichartshausen".

Nach dem Tod von Paul Ress Anfang der 80iger Jahre wurde dann wiederum der gesamte Besitz der Familie geteilt. Die Rüdesheimer Immobilien gingen in den Besitz der Geschwister von Stefan Ress über. Das Weingut und die Handelsfirma blieben in seinem Besitz. Das Weingut wuchs kontinuierlich und wurde 1989 in den VDP aufgenommen. 1993 wurde Stefan Ress Vorsitzender des Regionalverbandes des VDP und 2010 Rheingauer Weinbaupräsident.

Christian Ress, der Sohn von Stefan Ress und nunmehr die 5. Generation im Familienunternehmen, nimmt in 1999 nach diversen beruflichen Stationen im In- und Ausland seine Tätigkeit im Familienweingut auf, wird in 2004 zusammen mit seinem Vater Miteigentümer und übernimmt in 2010 schließlich die Führung des operativen Geschäfts und baut das Weingut kontinuierlich weiter aus, bis auf seine heutige Größe von 46 Hektar. Christian Ress erlangt durch einige in der Branche Aufsehen erregende Projekte, wie der Anlage des nördlichsten Weinbergs auf Sylt in 2009.


 
   
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